Das sagen die Leser
Dies ist eines der wohltuenden Managementbücher, die ihren Leser ins Nachdenken bringen. ‚Verändern’ nicht als Maßnahme, sondern als Kultur zu verstehen, bedarf einer Haltung, die zu bilden Konrad Stadlers Ansinnen ist. Er erinnert daran, dass in Unternehmen die Werte immer eine bedeutsame Rolle spielen: Wer sie nicht respektiert, respektiert seine Mitarbeiter nicht. Verfehlt aber das Management die Anerkennung seiner Mitarbeiter, wird die Leistungsmotivation verspielt. Es ist erstaunlich, wie leichtfertig oft in Unternehmen das wichtigste Kapital, das human capital aller Mitarbeiter in ihrer Kooperationskompetenz entwertet wird. Stadler entfaltet behutsam alle Aspekte eines wertorientierten Managements, auf geerdeter Erfahrung basierend.
Führungskräfte können aus dem Buch sehr anschaulichen, immer wieder mit Verweis auf wissenschaftliche Ergebnisse durchsetzten Nutzen ziehen: indem sie darüber zum Nachdenken gebracht werden, welche Haltung welche Wirkungen in ihrem Unternehmen zeitigt. Es ist ein Buch zur Entwicklung einer reifen Managerpersönlichkeit, ein Führer durch alle Themen des Führungsalltags, mit besonderem Blick für Veränderungschancen. Wer verändern will, muss es an sich auch zeigen.
Das Buch hat einige ungewöhnliche Denkansätze: so die Thematisierung der Haltung und die Frage nach der Rolle der Tugenden. Generell ist ‚Veränderung als Kultur’ eine neue dynamische Sichtweise.
Ich kann das Buch jeder Führungskraft empfehlen, die sich Fragen der wertegeleiteten Unternehmens- und Führungskultur gerade in Veränderungsprozessen widmen möchte. Es ist das Buch eines erfahrenen Praktikers, ohne normative Überlast, aber in kluger Besinnung auf die Potentiale der Menschen, mit denen man zusammen arbeitet.
Professor Birger P. Priddat, Inhaber des Lehrstuhls für Politische Ökonomie, Universität Witten-Herdecke
Die Schnelllebigkeit der Wirtschaftswelt erfordert aus meiner Sicht auch ein Umdenken der Manager. Die Erfahrungen aus 2008 haben deutlich gezeigt, dass eine reine Fokussierung auf Gewinnmaximierung nicht nachhaltig zum Erfolg führt. Aus meiner Sicht kann ein Unternehmen nur mit einer langfristigen Ausrichtung sowie einer mit Augenmaß definierten Balance aus Gewinnmaximierung und sozialer Verantwortung erfolgreich bestehen. Die Mitarbeiter bzw. speziell die Vorgesetzten als "Katalysatoren" bilden als Umsetzer der Strategie den Schlüssel zum Erfolg und müssen in den Mittelpunkt gerückt werden. Meine Erfahrung zeigt, dass bei jedem Vorgesetzten die sprichwörtliche Vorbildfunktion und ein hohes Maß an Eigenantrieb von enormer Bedeutung sind. Was "oben" nicht vorgelebt wird, wird "unten" meist auch nur halbherzig befolgt.
Des Weiteren teile ich die Meinung, dass die Standfestigkeit eines Managers immer wichtiger wird. Man muss sich gezielt auch unbequemen Herausforderungen stellen und den eigenen Standpunkt vertreten. Die Veränderung einer Führungskultur in diese Richtung ist kein einfacher und vor allem nicht schneller Prozess. Konrad Stadlers Buch gibt hierzu jedoch viele wertvolle Hinweise, die als Impulse für das Tagesgeschäft genutzt werden können.
Karl-Heinz Philippi, Vorstand Deutsche BP
Mein spontanes Feedback zu dem Buch:
1. Ich bin begeistert.
2. Ich wünsche dem Buch viele Leser.
3. Ein Buch, das nötiger ist denn je.
4. Ein Buch, das Potenzial hat, etwas zu bewegen.
Inhaltlich deckt sich das Buch voll mit meinen Erfahrungen und Einstellungen. Auch ich habe während meiner beruflichen Laufbahn die Erfahrung gemacht, dass die gelebte Unternehmenskultur über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens entscheidet. Obwohl über die Einflüsse der Unternehmenskultur eine Vielzahl von Marktforschungsergebnissen und Literatur existiert, werden hier die meisten Fehler gemacht bzw. bleiben diese Erkenntnisse in der Praxis ungenutzt, was Unternehmen je nach Größe Summen bis zu zweistelligen Millionenbeträgen kostet. In der Praxis erlebt man oft große Widersprüche zwischen Unternehmenswerten auf dem Papier und gelebter Unternehmenskultur. Erst wenn sich Führungskräfte dessen bewusst und sie bereit sind, gelebte Unternehmenswerte auf den Prüfstein zu stellen, besteht die Chance zu kulturellem Wachstum und dem damit korrelierenden ökonomischen Erfolg.
Dr. med. vet. Heiko Späth